Gnocchi-Auflauf (4 P.)

Gnocchi-Auflauf (4 P.)

einfach, schnell und g´schmackig

Foto: Alexander Talbot Wikipedia

Zutaten
30g getrocknete Tomaten
2 Schalotten (oder 1 roter Zwiebel)
2 Knoblauchzehen
2 kleine rote Chili
75g Oliven entsteint
3 EL eingelegte Kapern
800g passierte Tomaten
800g fertige Gnocchi (die glutenfreien von Veneziane sind gar nicht schlecht! Gibt´s beim Merkur)
100g Mozzarella oder Parmesan
Salz, Ahornsirup, Basilikum
4EL Olivenöl

Zubereitung
Getrocknete Tomaten mit 250ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten einweichen.

Schalotten, Knoblauch und Chili fein hacken, in 4 EL Olivenöl ca. 2 Minuten anschwitzen.

Getrocknete Tomaten abgießen, Einweichwasser behalten! Tomaten, Oliven, Kapern hacken. Zusammen mit Einweichwasser und passierten Tomaten in den Topf geben. Sauce aufkochen und ca. 10 Min. sanft einkochen lassen. Mit Salz und Ahornsirup abschmecken.

Gnocchi ins kochende Salzwasser geben bis sie aufschwimmen. Abseihen.

In eine Auflaufform die Hälfte der Tomatensauce geben. Gnocchi drauf, dann den Rest der Sauce drüberleeren. Mit Mozzarella bedecken oder Parmesan würzen. Für 20 Minuten bei 190 Grad Ober-/Unterhitze ins Backrohr.

Kcal gesamt: ca. 2.400

Rotkrautquiche mit Ziegenkäse – neu

Rotkrautquiche mit Ziegenkäse – neu

Diesmal lohnt sich die Mühe eines eigenen Beitrages nicht: Foodtastic hat das viel schönere Foto und das Rezept erfunden! Schmeckt viel besser als meines. Hier geht´s zum besseren:
==> http://www.foodtastic.at/2014/11/19/rotkraut-quiche-fur-100-leute/#recipe

Eva Schmid, Die untalentierte Lügnerin

Eva Schmid, Die untalentierte Lügnerin

Ich hab mich ja bemüht, heuer nur Autorinnen zu lesen. (Wobei mir Stephan Zweig mit seiner Magellan-Biografie untergejubelt wurde. Tauchte plötzlich auf meinem Nachtkästchen auf, genau zu dem Zeitpunkt als ich Buch- und somit Schutz-los war…)

Also Eva Schmid, weil, Österreicherin, Ö1-Buch des Monats und Longlist des Deutschen Buchpreieses und „So geht das Wunder von Literatur“ (Klappentext, Sabine Vogel, Berliner Zeitung). Mhm. Sicher gut geschrieben. Aber ich fange mit so ereignislosen, vor sich hinplätschernden Schilderungen banaler Leben einfach nichts an. Erinnerte mich sehr an Friederike Gösweiner Traurige Freiheit.

Es macht nichts in mir, es macht nichts mit mir.

Eine junge Frau, die keine einfache Kindheit hatte (kein Vater, desinteressierte Mutter, verstreute Brüder), weiß nicht, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Dank ihres reichen Stiefvaters – der einzige, dem scheinbar etwas an ihr liegt – hat sie keine materiellen Sorgen. Sie jobbt in einem Museum, geht oberflächliche Bindungen ein, löst sie wieder. Zum Schluss – naja, lest selbst.

Wie ein gut komponiertes, monotones Musikstück lullt einen der Text ein. Man merkt kaum, dass man ein paar Zeilen verpasst hat, weil einem die Augen zugefallen sind. Dann ist es aus und man denkt sich: „Und?“ oder auch „Jo, eh.“ Dabei mag ich durchaus leise Bücher, wie zum Beispiel von einem meiner Lieblingsautoren Peter Henisch. Auf 208 Seiten habe ich mir keinen einzigen be-merkenswerten Satz angestrichen…

buchdeckel eva schmidt
Eva Schmidt
Die untalentierte Lügnerin
Jung und Jung
208 Seiten
978 3 99027 230 5

Erster Satz:
Mit neunzehn war Maren zum ersten Mal von zuhause ausgezogen

Nix für Warmduscher

Nix für Warmduscher

Als Camping-Jungfrau hatte ich zahlreiche Befürchtungen. Die meisten bezogen sich auf Hygieneaspekte, die zweitmeisten auf ungestörten Schlaf, die drittmeisten auf Enge/Nähe – auch auf zufällige Übernachtungsnachbar*innen bezogen.

Am meisten erstaunt hat mich, dass ich mich in unserem Wohnmobil richtig wohl gefühlt habe. Es war abends zum Draußensitzen teilweise schon zu kühl. Drinnen konnten wir zu zweit bequem auf den Fahrersesseln, die sich drehen ließen, lümmeln. Ok, ich gebe zu, ich hab mir meisten den Beifahrersitz gegönnt, der ist in Punkto Füße hochlagern am bequemsten… Es war richtig cosy und ja – auf die heizung hätte ich nicht verzichten wollen.

Das Lesen im Bett (mache ich JEDEN Abend, selbst wenn ich völlig übermüdet – oder anderweitig beeinträchtigt – nur mehr Scharfstellen kann, wenn ich ein Auge zuzwicke) war dank mitgeführtem Langpolster und heller Leselampe auch sehr angenehm.

(Yoga geht sich allerdings nicht indoor aus.)

Geschlafen habe ich sehr gut, nur einmal hörte ich tatsächlich den 10 m (!) entfernten Nachbarn schnarchen. Wobei mich eher die Sorge um seine mitgeführte Frau wach gehalten hat.

Sexgeräusche gibt es in der Nachsaison, mangels sexueller Energie (alte Menschen oder Familien mit ganz kleinen Kindern) naturgemäß keine bzw. ausreichend diskrete.

Die Sanitäreinrichtungen haben schon eher meinen nicht sehr hohen Erwartungen entsprochen. Dabei haben wir ohnedies nur Campingplätze mit guten bzw. sehr guten Bewertungen angesteuert. Selbst an der Côte d´Azur verzichtet man auf Klobretter!

Die Duschen sind – überall – schlauchfrei. Das Wasser kommt also als unregulierbarer Schwall mehr oder weniger üppig von oben. Trockenen Haares aus der Dusche zu kommen ist ohne Duschhäubchen nur mit akrobatischen Verrenkungen möglich. Ebenso die weibliche Intimhygiene (hier wäre das Beherrschen des Shirshasana, des Yogakopfstandes, von Vorteil, wobei dafür in den meisten Kabinen zu wenig Platz ist). Ganz sicher wurde diese Art von Duschen von Männern erfunden! Gut, dass die voreingestellte Wassertemperatur eher meinem Bedürfnis, als dem meines Mannes entsprach – der fror. Ich auch beim Rauskommen. Weil Heizung nix. Oben alles offen, manchmal unten auch. Die absurdeste Dusche steht hingegen in Pietra Ligure: nigelnagelneu, auch sehr stylisch, leider auch auf die Lichtsituation bezogen: indirekte rosa-lila Ambient-Beleuchtung mit knausrigem Zeitschalter! (Ich hätte mich ja gerne gesehen, wie ich nass und nackert wie ein Rumpelstilzchen in und vor meiner Dusche rumgehüpft bin, um den Bewegungsmelder auf mich aufmerksam zu machen!)

Derjenige, der sich das ausgedacht hat, hat sicher noch NIE eine solche Anlage benützt. Könnten sie vielleicht als „Mystery-Shower“ vermarkten…Oder Blind-Duschen, Blind-Essen kann man ja schon. Schärft angeblich die anderen Sinne.

Luludrom

Das Austreten ist zwar meist nicht grauslich, aber zu ausgedehnten Sitzungen mit Zeitung und Café hat keine Toiletten eingeladen. Wenn die Verdauung eher zäh ist, brauchts schon eine gute Oberschenkelmuskulatur, weil wer setzt sich schon gern auf ein 10 Grad kaltes Steinklomuschel?

Sicherheitshalber beim ersten Klogang auf einem neuen Campingplatz Häuslpapier mitnehmen!

Und niemals, niemals barfuß!

Päpstlicher Abschluss: Avignon

Päpstlicher Abschluss: Avignon

Eigentlich wollten wir ja nach Aix en Provence, aber dann sind wir zum Glück in Avignon gelandet und haben dort einen wunderschönen (vor)letzten Tag verbracht. Avignon – also zumindest die Innenstadt – zählt zu den schönsten Städten, in denen ich je war.

Wir haben den Papstpalast besucht – ein unfassbar imposantes Gebäude – (mit einem witzig-spielerischem digitalen Guide), sind viele entzückende Altstadtgässchen entlanggegangen, haben den riesigen Rhone bewundert und überquert. Wir hätten gerne mehr Zeit dort verbracht und werden sicher wieder hinfahren.

Au revoir au Soleil!

Auf der Heimfahrt haben wir am Campingplatz der Vieille Ferme in der Nähe von Antibes übernachtet. Es war der letzte Tag an dem wir dieses ganz spezielle Licht genießen konnten. War´s der herbst, das Meer? Die Kombination? Ich weiß es nicht. Aber es war sehr speziell und es wird uns noch ganz lang in Erinnerung bleiben – jetzt mal abgesehen davon, dass wir jetzt keine WoMo-Newbies mehr sind.

Merci, c`etait très beau, nous reviendrons!

PS: Für alle, die es genau wissen wollen, schreibe ich noch einen Beitrag über das Auto. Und vielleicht ein generelles Résumé…

Im Herzen der Provence

Im Herzen der Provence

In der malerischen Stadt Isle sur la Sorgue haben wir 3 Nächte verbracht. Von hier aus haben wir mit dem Fahrrad die Gegend entdeckt – soweit meine Muskelkraft halt reichte.

Isle sur la Sorge ist ein wunderschöner Ort mit einem der besten Campingplätze, auf denen wir waren. Der Ort selbst hat sich gleich mit einem Markttag bei uns beliebt gemacht. Wir haben hemmungslos viel Salami gekauft, Halstücher, Obst, Gemüse… Wir konnten es auf unseren Fahrrädern kaum heim befördern. Wobei der Campingplatz nur ca. 10 Fahrradminuten entfernt ist. Der Fluss Sorgue teilt sich und fließt über mehrere Arme in die Stadt. Es gibt ganz viele Brücken und alte Schaufelräder. In jeder Ecke der Stadt hört man Wasser plätschern. Abends aßen wir sowohl im teuren Restaurant als auch in der Snack Bar des Campingplatzes wirklich gut. Der Wein ist teuer (0,1l € 5,-) aber gut.

La Source de la Sorgue – die Quelle der Sorgue

Mit dem Fahrrad sind wir nach Vaucluse gefahren. Dort kann man zur Quelle der Sorgue gehen. Die ist allerdings im Spätsommer nicht besonders wild, aber schön! Sie schillert in tausend Schattierung von Grün!

Die „schönsten Dörfer der Provence“

Alles was meine Muskelkraft überstieg, haben als Sternfahrten mit dem WoMo unternommen. So sind wir nach Gordes gekommen und es es war atemberaubend!

Der bWMPaZ (beste WohnMobil-Pilot-aller Zeiten) entwickelte sich zum Gasslpresser. Ich mich zur Parkplatz-Finderin-und-Parkuhren-Bedienungsmeisterin. Gemeinsam mussten wir uns nur Roussillon geschlagen geben. Der Parkplatz dort war mehr als 10 km von der Stadt entfernt. Wir haben uns die roten/ockerfarbenen Felsen nur im Vorbeifahren angesehen. Das dafür gut, 3 Mal haben wir vergeblich nach dem angeschriebenen WoMo-Parkplatz Ausschau gehalten, bis wir schließlich aufgaben.

Gegessen wird zu Mittag!

Zwischen 15 und 19 h darf dich in Frankreich nicht der Hunger überkommen. Außer in Touristenzentren – und da meine ich wirklich das Zentrum – hat um die Uhrzeit gar nichts offen. Auch wenn „ouvert“ draußen angeschrieben steht, dann bezieht sich das auf die „normalen Öffnungszeiten – also heute wieder ab 19.00h, Madame!“

Am Vortag solltest du außerdem schon wissen, ob du am nächsten Morgen eventuell ein Baguette oder ein Pain au Chocolat haben willst. Denn ohne Vorbestellung geht nix. Auch am Campingplatz muss alles eine Ordnung haben!

A propos Ordnung

Der Zustand und die Benützungsmodalitäten der Sanitäranlagen auf den Campingplätzen sind mitunter sehr verschieden. Auf dem einen brauchst du eigenes Klopapier, auf dem anderen einen Chip zum Duschen, auf wieder anderen solltest du dein eigenes Klobrett mithaben sowie eine wasserfeste Stirnlampe… Für mich als sensibles Scheißerchen keine leichte Aufgabe. Aber dazu ein anderes Mal…

Kunst

In Isle-sur-la-Sorgue gibt´s übrigens ein Skulpturenhaus. Die Villa d´Atris wollte sich uns zwar zunächst entziehen, Google Maps hat uns mehrfach daran vorbeigeführt. Den Mann hat´s mehr oder weniger genau vis-à-vis kopfüber vom Fahrrad katapultiert (fast nix passiert glücklicherweise), aber erst der überaus zuvorkommende Trafikant hat uns den versteckten Eingang gezeigt. Ein wirklich lohnenswerter Besuch! Das Thema der gratis-Ausstellung waren Tiere und wie sie mit den menschlichen Eingriffen in ihren Lebensraum zurecht kommen.

Und dann haben wir noch einen Abstecher nach Avignon gemacht. Auch sehr schön. Aber davon erzähle ich euch das nächste Mal!

Die Calanques – ein Fest für die Augen

Die Calanques – ein Fest für die Augen

In Cassis (unbedingt sehenswert) haben wir das Ausflugsboot genommen um in die Calanques zu fahren. Die Calanques sind ein Naturpark: Meeresbuchten umgeben von Steilküsten, die karg mit Pinien bewachsen sind. Der helle Fels lässt das Wasser leuchtend blau erscheinen. Doch seht selbst!

PS: Ich kann mir jetzt gut vorstellen, wie Bootsunglücke ohne Einwirkung von außen zustande kommen: Zunächst sitzen alle. Kaum ist das Boot aus dem Hafen, stehen einige auf um sich hinten hinzustellen. Der Kapitän spricht nur französisch. Er ist es leid, den Menschen in einer fremden Sprache begreiflich zu machen machen, sitzen zu bleiben. Also nimmt er es hin. Jetzt weist er auf etwas Sehenswertes an Backboard (rechts) hin. Daraufhin springen alle, die französisch verstehen (40 von 80), auf und gehen/schauen nach rechts. Nun werden natürlich alle anderen, die bisher nix verstanden haben, neugierig und begeben sich auch dorthin. Gut, dass die Bänke so verteilt sind, dass nicht alle an der Reling hängen können… Ich kenn mich ja mit Booten nicht aus, aber irgendwann wird auch bei denen der Elcheffekt eintreten, denk ich.